HYMER B-Classic 664 Fiat Ducato (= Büromobil Nr. 9) [Zubehör]

Vera F. Birkenbihl – Das Büromobil Nr. 9 vor dem Anwesen in Osterholz-Scharmbeck

Hintergrund: Die Erwin Hymer Group SE mit Sitz in Bad Waldsee im schwäbischen Landkreis Ravensburg ist einer der größten Hersteller von Wohnmobilen und Wohnwagen in Europa. Zur Hymer Group gehören neben der Ursprungsmarke Hymer unter anderem auch die Wohnwagenmarken Bürstner und Dethleffs.


Ihren Angaben nach nutzte Vera F. Birkenbihls seit 1980 Wohnmobile »als Kompromiss zwischen Nicht-reisen-wollen und Reisen-müssen«. Darüber waren ihre Wohnmobile für sie, ähnlich wie es auch Sportler machen, private Rückzugsorte, um, immer wenn sie unterwegs auf Reisen war, darin ungestört zu arbeiten. Deshalb fuhr sie auch nicht einfach mit einem „Wohnmobil“ duch die Lande, sondern – gehirn-gerecht ausgedrückt – mit ihrem „Büromobil“. Dabei wechselte sie oft das Gefährt, angefangen bei einem Westfalia VW-Bus, über einen solchen der Marke Weinsberg bis hin zu ihren letzten beiden Büromobilen Nr. 8 (= 2001 bis 2005) und Nr. 9 (= 2005 bis 2011), die Fiat-Umbauten der Fa Hymer waren.

So war beispielsweise ein HYMER B-Classic 664 Fiat Ducato Bj. 2005 (= 2,8 JTD Diesel mit 94 kW / Länge: 6,87 m / Breite: 2,26 m / Höhe: 2,88 m / Gewicht: 3,85 Tonnen / Seitensitzgruppe, Hubbett, Doppelbett, Rückfahrkamera) ihr „Büromobil Nr. 9“ und aus der Firma wird berichtet, dass sie den Kaufpreis – seinerzeit immerhn inklusive aller Extras ca. 53.000 Euro – durch einen kostenlosen Vortrag für die Hymer Firmengruppe mindern konnte.

Über ihre Büromobile werden einige Geschichte erzählt und diese stammt von Prof. Dr. Hardy Wagner, dem Gründer und früheren Chef des GABAL-Verlags: »(…) lag es nahe, Vera F. nicht nur als Autorin, sondern auch als Referentin für GABAL, und zwar den GABAL-Verein, zu gewinnen. Auch wenn hier das Prozedere weniger „leichtgängig“ war – es wurden nicht nur Disketten versandt, sondern ein Wohnmobil mit Fahrerin suchte einen sicheren Parkplatz mit Netzanschluss! – hatten die GABAL-Mitglieder die Freude, Vera zunächst auf dem Symposium in Wiesbaden zu erleben. (…) Rd. 220 Teilnehmer konnten im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer einen ganzen Tag Vera F. „live genießen“. Die Referentin war sehr „gut drauf“; immerhin hatten wir unmittelbar neben dem Rathaus auf dem Parkplatz der Polizei-Direktion einen absolut sicheren Parkplatz „für Vera F. und ihr Wohnmobil“ reserviert und sie mit je einer Kanne Tee und Kaffee versorgt. (…)«

Eher selten empfing VFB auch Journalisten in ihrem Büromobil. So entstand dabei u.a. der abgebildete Artikel im Gossauer Tagblatt, der auf eine Initiative der Gossauerin Karin Holenstein zurück geht. Sie überredete Vera F. Birkenbihl sogar zu einem Foto, auf dem u.a. die Unterlagen für die von ihr durchgeführte LE-Tag-Veranstaltung zu sehen sind.

Karin und ihr Mann Stefan waren rund zehn Jahre lang bis kurz vor ihrem Tode 2011 enge Begleiter Birkenbihls. Vierteljährlich traf man sich persönlich und zwischendrin tauschten sich die St. Gallener während stundenlanger Telefongespräche mit ihr aus. Die im engen Kontakt mit VFB gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben, wurde dann auch zur Lebensaufgabe der beiden, oder wie es Karin Holenstein ausdrückt: „Eine Herzensangelegenheit.“

Nach Vera F. Birkenbihls Tod wurde ihr Büromobil Nr. 9 von Ashoka Deutschland schweren Herzens in gute Hände weitergegeben.

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