Sennheiser EW100 Kombisystem (= EM 100 plus SK 100 mit Umhängemikrofon) [Zubehör]

Hintergrund: Sennheiser ist ein deutscher Hersteller professioneller Studio- und Übertragungstechnik mit Hauptsitz in der Wedemark bei Hannover. Im Juni 1945 gründete Fritz Sennheiser dort das „Laboratorium Wennebostel“ am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik der Technischen Hochschule Hannover, woraus sich später seine weltweit geachtete Firma für Mikrofone und Kopfhörrer entwickelte. Zur Sennheiser-Gruppe gehört inzwischen neben der Marke Sennheiser u.a auch die für hochwertige Studiomikrofone bekannte Georg Neumann GmbH.


Bei ihren Liverauftritten verwendete Vera F. Birkenbihl ab 1995 immer wieder Funkmikrofone zum Umhängen. So nutzte sie beispielsweise in den 2000er Jahren am häufigsten das Sennheiser EW100 Kombisystem, bestehend aus einem Sennheiser Diversity Receiver EM100 mit 2fach-Stabantennen, welcher die Signale des Sennheiser Bodypack-Transmitters SK100 plus Ansteck-Mikrofon empfing.

Vera f. Birkenbihls Sennheiser SK100 plus Einsteckmikrofon – Birkenbihl Sammlung Jena

Heute könnte dieses System mit einer Übertragung im Funk-Frequenzbereich zw. 790-822MHz nicht mehr genutzt werden, da seit Einführung des 4G/5G-Standarts diese Frequenzen für Bühnenfunkübertragung nicht mehr freigegeben sind und darüber hinaus, sofern man sie trotzdem weiter nutzen würde, durch Störsignale der Handymasten unbrauchbar sein dürften. Inzwischen hat Sennheiser das System EW100 außerdem durch das modernere EW 100 G4 System ersetzt.

Vera f. Birkenbihls Sennheiser SK100 plus Einsteckmikrofon (eingeschaltet) – Birkenbihl Sammlung Jena

Der Vorteil des Sennheiser Systems gegenüber ähnlichen anderer Hersteller wie beispielsweise Beyerdynamic, AKG oder audiotechnica liegt darin, dass man in den Bodypack-Transmitter SK100 Mikrofone mit einfachen 3.5mm Klinkenstecker einstöpseln konnte. Sennheiser selbst bot für den SK100 sog. Lavalier-Mikrofone an, deren Kabel in den Bodypack-Transmitter gesteckt wurden, wohingegen das Mikrofon selbst an Jacken oder Hemden bzw. T-Shirts befestigt wurde.

VFB nutzte einen anderen Weg: sie trug den Body-Transmitter mit einem Band um den Hals hängend vor der Brust und hatte in den SK100 ein kleines Mini-Mikrofon direkt eingesteckt, um hierdurch das lästige Kabel zu umgehen. Zu sehen ist bei ihr daher stets vor der Brust der Sennehiser Bodypack-Transmitter mit einem kleinen Windschutz-Puschel, der das Mikrofon verdeckt; gelegentlich kann man aber auch das Lavalier-Mikrofohn mit seinem zussammengerollten Kabel entdecken.

Der Receiver EM100 empfing dann drahtlos das Signal (= Reichweite: bis zu 100 Meter) und gab es an die Verstärkeranlage bzw. das Mischpult weiter. Die 100er-Serie war bereits damals aufgrund ihres einfachen Bedienkonzepts die erste Wahl für Redner und Sänger, weil das System keine Abstriche beim Live-Sound machte. Allerdings trugen nahezu alle Benutzer den Sender angesteckt an ihrer Hose oder in den Taschen eines Jackets. Vera F. Birkenbihl hatte dagegen bereits in den 1990er Jahren begonnen, sich Funkmikrofone umzuhängen und machte auch hier mit dem Sender keine Ausnahme. Ungewöhnlich aber wirksam!

Zum Vergleich: Sennheiser Bühnenmikro zum Umhängen und der SK100 plus Einsteckmikrofon – Birkenbihl Sammlung Jena

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