„FREUDE DURCH STRESS“ [Buch]

Vorgeschichte zum „A-Verlag“: Nachdem sie 1973 ihr Institut für gehirn-freundliches Arbeiten, Lernen und Lehren ins Leben gerufen und in der Folgezeit u.a. für die US-Army Seminare geleitet hatte, 1975 mit „Kommunikationstraining“ ihr erstes „richtiges“ Buch veröffentlicht hatte, gründete VFB 1976/77 den „Vera F. Birkenbihl A-Verlag“ (im Münchner Stadtteil Allach-Untermenzing, unweit von Odelzhausen gelegen) und begann mit dessen Hilfe eigene Texte zu publizieren.

So erschien beispielsweise 1977 im „A-Verlag“ zum Preis von 29 DM ein DinA4 Heft mit dem Titel „Angewandte Menschenkenntnis: Übungen zur Selbst- und Menschenkenntnis.“, nach einigen weiteren folgte 1979 „Der Seppuku-Effekt: Ein Denkanstoß zur Motivation.“ (= ursprünglich ein Kongress-Beitrag von VFB, dann eine selbstpublizierte Kleinserie, nun ein DinA5 Sonderdruck zum Preis von 5 DM) und 1983 schließlich anlässlich der Erstveröffentlichung von „Stroh im Kopf?“ im GABAL-Verlag „Sind Sie ein Gehirn-Muffel?“.

Letzteres war ursprünglich eine dreiteilige Serie, die Birkenbihl im DinA4 Format veröffentlicht hatte, die jedoch hier als DinA5-Sonderdruck zum Preis von 4 DM sozusagen als ein Einstieg in das Thema der GABAL-Publikation gedacht war, für (Zitat) »Leser, die nur einen ersten Überblick zum Thema wollen.«

Nach der Veröffentlichung von „Stories & Poems: Made in USA“ (1987) wurden im „Vera F. Birkenbihl A-Verlag“ nur noch vereinzelt gedruckte / hektografierte Werke veröffentlicht und ab 1995 noch vorhandere Exemplare von VFB-Printpublikationen des „A-Verlages“ in Deutschland über dem mi-service/Landsberg sowie in der Schweiz über CONSO-TRADE/Kaiserangst per Katalog vertrieben. Dafür vermarktete VFB ab 1990 Tonkassetten ihrer Bücher über den eigenen „A-Verlag“, bevor sie hierfür den „Sound of People“-Verlag ins Leben rief.

Bereits 1980 war im „A-Verlag“ zum Preis von 29 DM unter dem Motto „radio birkenbihl“ ein 54-minütiges didaktisches HÖRSPIEL mit dem Titel „Stroh im Kopf? Oder: Wo lassen Sie denken?“ vertrieben worden, welches VFB selbst hatte erstellen lassen – sozusagen der „Urknall“ aller späteren Multimedia-Ausgaben von Werken Vera F. Birkenbihls. Ab 1990 folgten in anderen Verlagen (= hauptsächlich GABAL und mvg) sog. Tonkassetten-Programme als „Seminare für unterwegs“. Und Birkenbihl schrieb 1991 in einem Werbeprospekt: »Nur bei uns (im A-Verlag) sind Videos von Seminaren erhältlich, die man im Handel nicht kaufen kann.«

Exklusiv für Kunden ihres „A-Verlages“ hatte Vera F. Birkenbihl bereits Mitte der 1980er Jahre ein sog. „Memo“ mit aktuellen HIntergrund-Infos, Seminarterminen und speziellen Aktionen eingeführt, das mehrmals im Jahr erschien und folgendermaßen beworben wurde: »Wer einmal bei uns kauft und im Computer eingespeichert wird, gehört zu den Insidern.« – Damit waren die Birkenbihl-Insider „geboren“.


Im Jahr der ersten Publikationen im „A-Verlag“ gelang Vera F. Birkenbihl die Veröffentlichung die Veröffentlichung eines kleinen, 25-Seiten starken Beviers mit dem Titel „Freude durch Stress“ im Münchner WRS-Verlag (= zwei Auflagen). VFB überarbeitete und ergänzte ihr Werk, so dass es 1979 vom mvg-Verlag im Verlag Moderne Industrie, München/Landsberg (heute: Münchner Verlagsgruppe GmbH) unter dem gleichen Titel erscheinen konnte, nun jedoch 153 Seiten stark als Buch. Darin ging es um Stress, genau genommen um negativen Stress, der laut VFB zu einem Hauptübel des modernen Menschen geworden sei.

In diesem Buch zeigt Vera F. Birkenbihl auf, wie man Stress in den Griff bekommt, ja sogar Freude durch Stress erreichen kann. Laut Verlagsangaben enthält es (Zitat) »ein neues Konzept, das jedem erlaubt, seinen individuellen Stressplan aufzustellen und zu dosieren. Dazu dienen zahlreiche Übungen, Tests und Experimente.« Stress betreffe jeden, heißt es weiter, egal, ob man Chef, Lehrer, Mutter, Partner, Arbeiter oder Lernender sei. Also: »Verschaffen Sie sich das notwendige Wissen, um Lebensfreude trotz Stress zu verwirklichen.«

Leider verkaufte sich das Werk in den ersten Jahren nicht wie erwünscht, so dass VFB ab 1980 begann, ihr „Stroh im Kopf?“-Konzept in Buchform zu bringen und zwar in Eigenregie auf einem Apple II Homecomputer. Vor dem Erscheinen der Erstausgabe ihres späteren Erfolgsbuchs erhielt sie aber vom mvg-Verlag eine weitere Chance und man publizierte 1981 das zweite „richtige“ Buch von Vera F. Birkenbihl „Signale des Körpers und was sie aussagen“ zum Preis von 36 DM. Zugleich arbeitete VFB noch an ihrem Werk „KOMMUNIKATIONSTRAINING – Zwischenmenschliche Beziehungen erfolgreich gestalten“ das aufgrund des Überraschungserfolgs von „Stroh im Kopf?“ im GABAL Verlag vom mvg-Verlag noch im Jahre 1983 veröffentlicht wurde.

Ein größerer Erfolg auf dem Markt gelang erst ab den späten 1980er Jahren, als Birkenbihl und ihr Verlag überein gekommen waren, den Buchtitel anzupassen in „Intelligentes Stressmanagement: So finden Sie die richtige Balance für ein erfülltes Leben“ – später wurde dann noch ein KaWa mit abgebildet. Da VFB aber eine so wesentliche Sache, wie einen Buchtitel komplett zu ändern, „nicht einfach so“ geschehen ließ, erklärte sie im Vorwort zur 5. Auflage von 1987:

»Dieses Büchlein erschien zum ersten Mal vor genau zehn Jahren. Inzwischen haben mir viele Leser-Reaktionen bestätigt, dass es eine echte Lebenshilfe sein kann. Aber es gibt einen Gedankengang, den ich in der Zwischenzeit in meinen Seminaren entwickelt habe, der bisher im Buch selbst fehlte. Aus technischen Gründen haben wir diese neue Information in Form eines im Okt. 1981 (Industriemagazin) erschienenen Artikels in den Anhang übernommen (Anhang E). Mein Vorschlag: Lesen Sie Anhang E (die Arger-Inventur), nachdem Sie Teil II beendet haben, Sie werden durch einen kleinen Hinweis daran erinnert.« Und im Vorwort zur 12. Auflage vom August 1998 schrieb Vera F. Birkenbihl: »Auch diese Auflage wird „bereichert“, weil ich das Energie-Modell (Kapitel 5) den neuen Forschungsergebnissen (der Psycho-Neuro-Immunologie) angepasst habe. Ich wünsche Ihnen vor allem viel D- und E-Energien!«

Abschließend kann man aber sagen, dass ab 1983 die „goldene Zeit“ der Vera F. Birkenbihl begann und alle ihre Buchveröffentlichungen erfolgreich/er wurden. Später erzählte sie einmal auf einem Kongress, dass sie sich 1973 das Ziel gesetzt hatte, es innerhalb von zehn Jahren nach Gründung ihres Instituts zum Erfolg zu bringen. 1983 war es auch, da änderte VFB den Namen ihres Instituts für gehirn-freundliches Arbeiten in „gehirn-gerecht“.

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